Dystopische Fantasy
Dunkel genug, um das Licht zu sehen
Was ist eigentlich dystopische Fantasy?
Eine Dystopie zeigt eine Gesellschaft, in der Freiheit, Selbstbestimmung oder Individualität stark eingeschränkt sind. Oft gibt es ein System, das vorgibt, Ordnung, Sicherheit oder das Wohl aller zu schützen, während es in Wahrheit immer mehr Kontrolle über das Leben der Menschen übernimmt.
Es geht um Regeln, Überwachung, Macht und darum, was passiert, wenn Menschen sich einem System unterordnen sollen, das bestimmt, wie sie leben, fühlen oder denken dürfen.
Dystopische Fantasy verbindet genau solche Gesellschaften mit fantastischen Elementen: Magie, besonderen Kräften oder Welten, die es so in unserer Realität nicht gibt.
Warum ich ausgerechnet solche Geschichten schreibe?
Manchmal ist die Welt um uns herum dunkel. Doch nur in der Dunkelheit können wir das Licht überhaupt so richtig sehen, oder?
Ich glaube, in jedem von uns ist ein dunkler Anteil. Und meiner hat sich einen kreativen Weg gebahnt, als ich Die Kinder der Grauen Stadt zu schreiben begann.
Das war übrigens nicht einmal geplant.
Ich wollte Urban Fantasy schreiben. Erst später ist mir aufgefallen, dass ich eine Welt geschaffen hatte, die ziemlich düster und schwer geworden war.
Aber eben nie ohne Hoffnung.
Und diese Hoffnung kommt in meinen Geschichten zuerst in Form von Menschen.
Wahre Freunde. Found Family. Menschen, die bleiben, wenn es schwierig wird. Und ja, auch romantische Gefühle. Nicht als Lösung für alles, sondern als Verbindung zwischen zwei Menschen, die sich füreinander entscheiden.
Und da ist Hoffnung, die entsteht, wenn trotz aller Widrigkeiten Lösungen gefunden werden. Wenn Menschen weitermachen, obwohl es einfacher wäre, aufzugeben.
Meine Protagonistin Myra geht ihren Weg, obwohl sie verfolgt wird. Sie findet ihre Kräfte wieder, obwohl sie ihr genommen wurden. Sie befreit sich, obwohl sie gefangen wurde.
Sie geht weiter.
Denn egal, wie dunkel meine Geschichten werden:
Da ist immer Licht.